7) Vollkommenheit und Jesus
Was bedeutet es, 'vollkommen' zu sein? Und warum läuft alles auf Jesus hinaus? Die letzte Lektion zeigt, dass christliche Vollkommenheit Reife in der Beziehung ist und dass das Ziel immer eine Person ist.
Wir sind bei der letzten Lektion dieser Reise angekommen. Wir gingen einen Weg, der beim Problem der Sünde begann und über das Kreuz, den Glauben, die Vergebung, die Sicherheit, die Beziehung, den Gehorsam und das Wachstum führte. Jetzt stellen wir uns der herausforderndsten Frage: Was meinte Jesus mit “seid vollkommen”? Und wohin führt all das?
Die Antwort kann überraschen, denn am Ende läuft alles auf eine Person hinaus.
Vollkommenheit: Was Jesus wirklich meinte
Wenige Worte Jesu verursachen so viel Angst wie diese: “Seid vollkommen.”
Was meinte Jesus mit 'seid vollkommen, wie euer Vater vollkommen ist'?
Das griechische Wort für “vollkommen” ist hier teleios, das sowohl Reife als auch Ganzheit meint. Der Zusammenhang von Matthäus 5 spricht über die Liebe zu Feinden. Jesus sagt: “Seid vollständig in der Liebe, wie der Vater vollständig ist.” Es geht mehr um Charakterfülle als um Fehlerlosigkeit. Es ist Reife, nicht Sündlosigkeit.
Hielt Paulus sich für vollkommen?
Wenn Paulus, der einen großen Teil des Neuen Testaments schrieb, sich nicht für vollkommen hielt, sagt uns das etwas Wichtiges. Christliche Vollkommenheit ist kein Ziel, das wir erreichen und dann besitzen. Sie ist eine Richtung, in der wir gehen. Paulus “jagte dem Ziel nach”. Er blieb nicht stehen. Er gab nicht auf. Aber er tat auch nicht so, als sei er schon angekommen.
Lokale Übersetzung/Paraphrase nach der verifizierten portugiesischen Quelle: “Heiligung ist ein tägliches Werk.” — Ellen G. White, Santificação, p. 102, par. 2.
Was wird geschehen, wenn Christus offenbar wird?
Johannes gibt uns eine ewige Perspektive: “Wenn er offenbar wird, werden wir ihm gleich sein.” Die volle Ähnlichkeit mit Christus wird bei seiner Wiederkunft vollendet; heute sind wir gerufen, in ihm zu wachsen, durch Gnade, verwandelt “von Herrlichkeit zu Herrlichkeit”.
Das Geheimnis: Christus in euch
Wenn Vollkommenheit Reife in der Beziehung ist, hängt alles davon ab, wer in uns wohnt.
Welches 'Geheimnis' offenbart Paulus den Christen?
“Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.” Das ist das offenbarte Geheimnis. Nicht unsere Güte, unsere Theologie oder unsere Disziplin gibt uns Hoffnung. Es ist die Gegenwart Christi, der in uns wohnt. Und zeigt, dass er nicht eindringt: Er klopft an die Tür und wartet darauf, eingeladen zu werden.
Was meinte Paulus mit 'ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir'?
Galater 2:20 ist der Vers, der diese ganze Reise zusammenfasst. Das “Ich”, das versuchte, sich selbst zu retten, das sich anstrengte, scheiterte und verzweifelte: Dieses “Ich” wurde mit Christus gekreuzigt. Und an seine Stelle tritt ein neues Leben: “Christus lebt in mir.” Das christliche Leben ist nicht nur äußere Nachahmung; es ist Christus, der in uns wohnt.
Am Ende läuft alles auf Jesus hinaus
Am Ende dieser Reise ist die Schlussfolgerung einfacher, als sie scheint. Nachdem wir über Rechtfertigung, Sünde, Glauben, Gesetz, Werke, Wachstum und Vollkommenheit gesprochen haben, läuft alles auf einen einzigen Punkt zu.
Zu wem sagte Petrus: 'Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens'?
Als viele Jesus wegen schwieriger Lehren verließen, stellte Petrus die richtige Frage: “Zu wem sollen wir gehen?” Es gab keine Alternative. Es gibt keine. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (). Nicht ein Weg unter vielen. Der Weg.
Was ist die letzte Einladung der Bibel?
Die letzte Einladung der Bibel ist großzügig: “Komm.” Nicht: “Verdiene es.” Nicht: “Streng dich an.” Nicht: “Beweise dich.” Nur: “Komm.” Und das Wasser des Lebens ist umsonst. So begann dieses Studium, mit Gnade, und so endet es.
Lokale Übersetzung/Paraphrase nach der verifizierten portugiesischen Quelle: “Jesus Christus ist alles in uns: der Erste, der Letzte, der Beste in allem.” — Ellen G. White, Testemunhos para Ministros e Obreiros Evangélicos, p. 389, par. 1.
Zusammenfassung der Reise
In sieben Lektionen sind wir den Weg der rettenden Gnade gegangen. Wir haben gesehen, dass die Sünde uns von Gott getrennt hat, aber das Kreuz Versöhnung brachte. Der Glaube zeigt sich als Vertrauen, weit mehr als bloßes Fürwahrhalten, und Hingabe bringt wirkliche Freiheit, keine Niederlage. Mit vollständiger Vergebung ruht unsere Sicherheit in Christus.
Das christliche Leben hat seine Mitte in der Beziehung und übersteigt jede Aufgabenliste. Gehorsam fließt als Frucht der Liebe, Wachstum ist fortlaufend, und der Sieg gehört Jesus. Vollkommenheit bedeutet in diesem Zusammenhang geistliche Reife und nicht Fehlerlosigkeit. Am Ende läuft alles auf eine einzige Person hinaus.
Der Fokus liegt nicht auf dem, was wir tun müssen, sondern auf dem, wen wir kennen müssen.
Meine Entscheidung
Am Ende dieser Reise erkenne ich, dass alles auf Jesus hinausläuft. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich nehme seine Einladung an: “Komm.” Ich möchte ihn persönlich kennen, nicht nur als Lehre, sondern als Person. Ich übergebe Christus mein Leben und vertraue darauf, dass er das Werk vollenden wird, das er in mir begonnen hat. Durch seine Gnade, und nur durch sie, habe ich Hoffnung.