6) Einwände gegen die Dreieinigkeit
Biblische Antworten auf die wichtigsten Einwände gegen die Lehre von der Dreieinigkeit
Die Lehre von der Dreieinigkeit wurde im Lauf der Geschichte angegriffen. Zeugen Jehovas, Unitarier, Muslime und andere bringen Einwände vor, die sorgfältige Antworten verdienen. In dieser letzten Lektion untersuchen wir die wichtigsten Einwände und sehen, wie die Bibel sie beantwortet.
Einwand 1: “Das Wort ‘Dreieinigkeit’ steht nicht in der Bibel”
Bedeutet es, dass ein Begriff antibiblisch ist, wenn ein Wort nicht in der Bibel vorkommt?
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Antwort: Nein, viele biblische Konzepte werden mit Wörtern ausgedrückt, die im Text nicht vorkommen
2 Timothy 3:16-17: "All scripture is given by inspiration of God, and is profitable for doctrine, for reproof, for correction, for instruction in righteousness: That the man of God may be perfect, throughly furnished unto all good works."
Wörter wie “Allwissenheit”, “Allgegenwart”, “Menschwerdung” und “Bibel” erscheinen ebenfalls nicht in der Schrift, beschreiben aber klar biblische Konzepte. “Dreieinigkeit” (vom lateinischen trinitas) ist einfach ein Wort, das die biblische Lehre von einem Gott in drei Personen zusammenfasst.
Einwand 2: “Jesus wird ‘Sohn’ genannt — also hatte er einen Anfang”
Bedeutet der Ausdruck 'Sohn Gottes', dass Jesus irgendwann geschaffen oder gezeugt wurde?
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Antwort: Nein, die Juden verstanden, dass 'Sohn Gottes' Gleichheit mit Gott bedeutete
John 5:18: "Therefore the Jews sought the more to kill him, because he not only had broken the sabbath, but said also that God was his Father, making himself equal with God."
Als Jesus sich “Sohn Gottes” nannte, wollten die Juden ihn wegen “Gotteslästerung” töten, weil sie verstanden, dass er sich “Gott gleich” machte. Der Titel weist auf eine geteilte Natur hin, nicht auf Erschaffung.
Hatte Jesus einen 'Anfang', oder hat er immer existiert?
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Antwort: Seine Ursprünge sind von den Tagen der Ewigkeit her
Micah 5:2: "But thou, Bethlehem Ephratah, though thou be little among the thousands of Judah, yet out of thee shall he come forth unto me that is to be ruler in Israel; whose goings forth have been from of old, from everlasting."
Lokale Übersetzung/Paraphrase nach der verifizierten portugiesischen Quelle: “Christus war wesentlich und im höchsten Sinn Gott. Er war von aller Ewigkeit her bei Gott, Gott über alles, gesegnet in alle Ewigkeit.” — Ellen G. White, Mensagens Escolhidas, v. 1, p. 247, par. 3.
Einwand 3: “Der Vater ist ‘größer’ als der Sohn”
Was meinte Jesus, als er sagte: 'Der Vater ist größer als ich'?
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Antwort: Dass er sich in seiner erniedrigten Menschwerdung freiwillig dem Vater unterordnete
John 14:28: "Ye have heard how I said unto you, I go away, and come again unto you. If ye loved me, ye would rejoice, because I said, I go unto the Father: for my Father is greater than I."
Jesus machte diese Aussage, während er auf der Erde in seinem erniedrigten Zustand war. Philipper 2 erklärt, dass er sich freiwillig “entäußerte”. Das leugnet seine wesentliche Gottheit nicht: Er und der Vater bleiben “eins” ().
Ist Jesus dem Vater in göttlicher Natur gleich?
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Antwort: Er war in Gottesgestalt und hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein
Philippians 2:6: "Who, being in the form of God, thought it not robbery to be equal with God:"
Lokale Übersetzung/Paraphrase nach der verifizierten portugiesischen Quelle: “Der Sohn Gottes teilte den Thron des Vaters, und die Herrlichkeit des ewigen, aus sich selbst bestehenden Wesens umgab beide.” — Ellen G. White, Patriarcas e Profetas, p. 10, par. 3.
Einwand 4: “Nur der Vater kennt Tag und Stunde der Wiederkunft Jesu”
Beweist die Tatsache, dass Jesus 'Tag und Stunde' nicht wusste, dass er nicht allwissend ist?
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Antwort: Nein. Der Text zeigt die Wirklichkeit seiner Menschwerdung, nicht die Leugnung seiner Gottheit
Mark 13:32: "But of that day and that hour knoweth no man, no, not the angels which are in heaven, neither the Son, but the Father."
In der Menschwerdung nahm Jesus freiwillig menschliche Begrenzungen an. Er wuchs an Weisheit (), wurde müde, hungrig und durstig. Das zeigt seine wahre Menschheit, nicht die Leugnung seiner Gottheit.
Einwand 5: “Jesus ist ‘der Erstgeborene aller Schöpfung’”
Was bedeutet es, dass Jesus 'der Erstgeborene aller Schöpfung' ist?
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Antwort: Er hat die Stellung der Vorrangstellung und die Erbrechte über die ganze Schöpfung
Colossians 1:15: "Who is the image of the invisible God, the firstborn of every creature:"
“Erstgeborener” (prōtotokos) bezeichnet im Griechischen eine Stellung der Ehre und Autorität, nicht notwendigerweise die Reihenfolge der Geburt. Der Zusammenhang selbst sagt, dass “in ihm alle Dinge geschaffen wurden” — wenn er alle Dinge geschaffen hat, kann er selbst kein geschaffenes Ding sein!
Wurde David 'erstgeboren' genannt, obwohl er der Jüngste seiner Familie war?
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Antwort: Ja, Gott machte ihn 'erstgeboren' in Ehrenstellung, nicht nach Geburtsreihenfolge
Psalms 89:27: "Also I will make him my firstborn, higher than the kings of the earth."
Einwand 6: “Jesus ist ‘der Anfang der Schöpfung Gottes’”
Was bedeutet es, dass Jesus 'der Anfang der Schöpfung Gottes' ist?
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Antwort: Er ist der Ursprung/die Quelle der Schöpfung Gottes
Revelation 3:14: "And unto the angel of the church of the Laodiceans write; These things saith the Amen, the faithful and true witness, the beginning of the creation of God;"
Das griechische Wort archē kann “Anfang”, “Ursprung” oder “Quelle” bedeuten. In diesem Zusammenhang wird Jesus als Ursprung der Schöpfung Gottes dargestellt, nicht als das erste geschaffene Ding. Das stimmt mit Johannes 1:3 und Kolosser 1:16 überein, die bezeugen, dass alle Dinge durch ihn gemacht wurden.
Einwand 7: “Der Heilige Geist ist nur eine Kraft”
Was zeigt, dass der Heilige Geist eine Person und keine unpersönliche Kraft ist?
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Antwort: Der Heilige Geist sagte: 'Sondert mir Barnabas und Saulus aus' — eine Kraft spricht nicht in der ersten Person
Acts 13:2: "As they ministered to the Lord, and fasted, the Holy Ghost said, Separate me Barnabas and Saul for the work whereunto I have called them."
Eine unpersönliche Kraft (wie Elektrizität oder Schwerkraft) spricht nicht, hat keinen Willen, kann nicht betrübt werden und trifft keine Entscheidungen. Der Heilige Geist tut all dies und beweist dadurch, dass er eine Person ist.
Lokale Übersetzung/Paraphrase nach der verifizierten portugiesischen Quelle: “Der Heilige Geist hat Persönlichkeit; sonst könnte er unserem Geist und mit unserem Geist nicht bezeugen, dass wir Kinder Gottes sind. Er muss auch eine göttliche Person sein; sonst könnte er die Geheimnisse nicht erforschen, die im Sinn Gottes verborgen liegen.” — Ellen G. White, Evangelismo, p. 617, par. 1.
Einwand 8: “Die Dreieinigkeit ist eine heidnische/katholische Erfindung”
Wurde die Lehre von der Dreieinigkeit auf dem Konzil von Nicäa (325 n. Chr.) erfunden?
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Antwort: Nein, die trinitarischen Bibeltexte sind älter als jedes Konzil
Matthew 28:19: "Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of the Father, and of the Son, and of the Holy Ghost:"
Die trinitarischen Bibeltexte wurden im ersten Jahrhundert geschrieben — Jahrhunderte vor Nicäa. Das Konzil erfand die Dreieinigkeit nicht; es formulierte lediglich eine Erklärung, um den biblischen Glauben gegen Irrlehren zu verteidigen, die die Gottheit Christi leugneten.
Und jetzt?
Die Lehre von der Dreieinigkeit zu verteidigen ist nicht nur eine intellektuelle Übung:
- Unsere Erlösung hängt davon ab: Wenn Jesus nicht Gott ist, kann sein Opfer uns nicht retten.
- Unsere Anbetung hängt davon ab: Jesus und den Geist anzubeten ist nur richtig, wenn sie Gott sind.
- Unser Glaube hängt davon ab: Die Dreieinigkeit ist der Gott, den die Bibel offenbart; sie abzulehnen heißt, den biblischen Gott abzulehnen.
Sei bereit, Rechenschaft über die Hoffnung zu geben, die in dir ist (), aber tue es mit Sanftmut und Respekt.
Meine Entscheidung
Ich glaube fest an die biblische Lehre von der Dreieinigkeit und bin bereit, sie mit Liebe und biblischer Erkenntnis zu verteidigen. Ich verwerfe Einwände, die der klaren Lehre der Schrift widersprechen. Ich bete den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist an — den einen wahren Gott.